Samstag, 16. Dezember 2017
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Historie

Die Historie - Meilensteine der Vereinsgeschichte

1909 eigentlich nichts Neues
In der Chronik der Historiker steht 1909 ohne auffällige Marginalien verzeichnet. Für die Deutschen kein allzu aufregendes Jahr. Das Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht- und Prachtentfaltung. Geprägt vom Glanz der Wilhelminischen Epoche, der Kaiserzeit. Altona, Wandsbek und Harburg waren noch selbstständige preußische Nachbarstädte. Was Schlagzeilen machte, wurde schon damals aufmerksam registriert: Beriot´s erster Flug über den Ärmelkanal, Stackleton´s Nordpolexpedition, das erste Sechstagesrennen in Berlin, der erste Skilift in Triber, die Aufnahme des Postscheckverkehrs in Deutschland, der englische Staatsbesuch und, und, und…

Paloma wird gegründet
„Bei Schmidt“ in der Humboldtstraße 123 in Hamburg, einem kleinen Lokal direkt neben der alten Polizeiwache, gab es eine Taufe, um genau zu sein eine Vereinstaufe, die dem „Sportclub Paloma“ galt. Man schrieb August 1909. Jungkaufleute und Schüler der Volkshochschule für Jungen an der Humboldtstraße hatten in sportbegeisterten Erwachsenen willkommene Partner gefunden, die Bereitschaft signalisierten, das Wagnis einer Vereinsgründung einzugehen.

Wie der Vereinsname entstand
Mitglieder der Schüler-Schlagball-Mannschaft der Volkshochschule für Jungen an der Humboldtstraße waren es unter anderem, die gleichsam die „Keimzelle“ jenes Freundeskreises bildeten, der schließlich den Anstoß zur Gründung des „Sport-Club Paloma“ im Jahre 1909 gab. Rund um den Winterhuder Weg, die Diederichstraße, die Humboldt- und die Bachstraße wohnten die sportbegeisterten jungen Männer und jene talentierten Schüler, die sich mit so viel Begeisterung dem Schlagball verschrieben hatten. Einige von ihnen gehörten zur „Selecta“, einer höherstufigen Abschlussklasse der Grundschule. In ihrem Status besonders ausgewiesen, weil sie blauweiße Schülermützen tragen durften. Viele der Absolventen träumten von einem beruflichen Werdegang als Exportkaufmann. Und für angehende Jungkaufleute, die auf eine Stellung in Übersee hofften, galt als ungeschriebene Regel, Spanisch zu lernen. Zu den ersten Vokabeln, die ihnen vermittelt wurden, gehörte auch das Wort „Paloma“, „die weiße Taube“. Als es dann darum ging, einen Namen für den Verein zu finden, war man sich schnell einig. „Paloma“ sollte ihr Sportclub heißen. Die „weiße Taube“ wurde ihr Emblem. Blau-weiß-blau erkoren sie zu ihren Vereinsfarben.

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