Montag, 21. August 2017
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Handball: Erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte

Was war das für eine unfassbar starke Saison der Barmbeker Handballer von der Handballgemeinschaft Hamburg-Barmbek?

Bereits im dritten Oberliga-Jahr holte das Team die Meisterschaft in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und das ungeschlagen mit der noch nie dagewesenen Bilanz von 51:1 Punkten. Und mit dem vierten Pokalsieg in Folge wurde ein weiterer Rekord im Hamburger Handball aufgestellt! Angetreten war die HGHB mit dem Ziel, mindestens Platz drei aus der Vorsaison zu bestätigen und ein paar mehr als die 35:17 Zähler aus der letzten Saison zu holen. Was folgte war nach 2014, 2015 und 2016 einmal mehr die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte und der Titel als beste Oberligamannschaft in Deutschland.

In den letzten Jahren haben die Handballer der Handballgemeinschaft Hamburg-Barmbek einiges richtig gemacht: Nach dem Double aus Hamburger Meisterschaft und Pokalsieg 2014 und dem damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein konnte die Klasse auf Platz acht zunächst sicher gehalten werden und nur ein Jahr später gelang bereits der Sprung unter die Top-Drei. Auch zu dieser Saison bewiesen die Verantwortlichen ein gutes Händchen, verstärkten die Mannschaft punktuell und achteten dabei stets darauf, dass es auch menschlich passt. Das war sicher einer der Faktoren, die das Team so erfolgreich machten und ohne Niederlage durch die Saison kommen ließen. Egal, wer es versuchte, bis auf ein einziges Unentschieden gegen den Top-Favoriten, die HSG Ostsee, die am Ende Zweiter wurde, hieß der Sieger am Ende immer HGHB. Dabei bewies die Mannschaft immer wieder ihre mannschaftliche Geschlossenheit und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen, denn jeder Spieler im großen und ausgeglichenen Kader wusste, dass der nächste da ist und einspringt, wenn es mal nicht so gut läuft. Viele Spiele wurden dabei einfach souverän gewonnen, aber es wurden auch oft teilweise hohe Rückstände aufgeholt, Aufholjagden des Gegners gerade noch rechtzeitig gestoppt und knappe Spiele am Ende noch gedreht. Das stärkte das Selbstvertrauen immer weiter und auch die Gegner, von denen jeder der erste sein wollte, der Barmbek schlägt, wussten irgendwann: Egal, wann wir wie hoch führen, Schluss ist erst nach 60 Minuten und dann ist es wahrscheinlich doch Barmbek… Einzelne Partien sind kaum herauszuheben, doch einige waren vielleicht besonders wichtig für den Saisonverlauf: Wie z.B. der souveräne Auftaktsieg gegen den FC St. Pauli, der Sieg am zweiten Spieltag bei der HSG Schülp/Westerrönfeld, den das Team ohne ihren Trainer Holger Bockelmann und den erfahrensten Spieler Dennis Tretow nach fünf Toren Rückstand noch holte, oder der 37:27 Kantersieg bei der SG WIFT.

Natürlich auch das Unentschieden in letzter Sekunde gegen die HSG Ostsee, das die HGHB für den Rest der Saison an der Tabellenspitze halten sollte, ebenso wie die knappen Ein-Tore-Siege gegen den FC St. Pauli und den MTV Herzhorn, bei denen die Mannschaft bis zum Schluss ihr Spiel durchzog. Und nicht zuletzt die fünf schweren Auswärtsspiele in Folge kurz vor Saisonende, bei denen die HGHB innerhalb von zehn Tagen vier Spiele bestritt und trotzdem aus allen als Sieger hervorging. Der Höhepunkt war dann das Meisterschaftsspiel bei der HSG Ostsee, das vor den Augen von 200 mitgereisten Fans mit einer wahren Macht-Demonstration mit 26:18 gewonnen wurde und schon zur Halbzeit beim Stand von 17:8 (!) fast entschieden war. Zum Abschluss ließ sich das Team dann auch den 25. Saisonsieg nicht nehmen und beendete die Saison ungeschlagen mit 51:1 Punkten – mit 766 Toren dem viertbesten Angriff und nur 613 Gegentreffern der besten Abwehr der Liga – verdient als Meister und steigt nun in die 3. Liga auf! Nur einen Tag später folgte mit dem vereinsinternen Pokalfinale gegen die eigene zweite Mannschaft ein Novum im Hamburger Handball und mit dem vierten Pokaltriumph in Serie ein weiterer Rekord!